Loslassen lernen

Loslassen lernen…

Je älter wir werden, desto größer wird auch der ganze negative Ballast, den wir mit uns tragen. All die Verletzungen und Enttäuschungen, die sich über die Jahre angesammelt haben.

Vielleicht hattest du eine schwere Kindheit und warst vielleicht seelischer oder körperlicher Gewalt ausgesetzt. Vielleicht wurdest du auch ständig in deinem Selbstwert herabgesetzt oder hast traumatische Erfahrungen durchgelebt.

Auch im erwachsenen Alter tragen wir das mit uns herum, denn negative Erfahrungen lösen sich ja nicht einfach in Luft auf. Sie begleiten uns noch viele Jahre und oft sogar unser ganzes Leben lang.

Negative Erfahrungen in der Vergangenheit führen dazu, dass wir misstrauischer und vorsichtiger werden, dass wir vielleicht bestimmte Personen oder Situationen meiden und sich dadurch unser Lebensradius enorm einschränkt und wir unsere Lebensfreude sogar teilweise komplett verlieren.

Doch willst du das wirklich? Der Sinn des Lebens ist doch das beste aus seinen Möglichkeiten und seiner Zeit zu machen.

Dafür müssen wir uns aber von der Vergangenheit frei machen und all diesen Ballast hinter uns lassen. Einfach komplett damit abschließen.

Es hat einfach keinen Sinn mehr sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn wir können es sowieso nicht mehr ungeschehen machen. Wir können einfach nichts mehr daran ändern.

Das einzige was wir machen können, ist damit abzuschließen und uns nicht mehr unnötig damit zu belasten. Und genau dafür müssen wir lernen loszulassen…

1. Mach dir bewusst, welche negativen Auswirkungen das Festhalten auf dein Leben hat.

Sei dir wirklich im Klaren darüber, in welchen Bereichen dich diese negativen Anker an die Vergangenheit einschränken? Werde dir darüber im klaren, wie negativ sich das Ganze auf den Leben auswirkt.

2. Führe dir vor Augen wovor du Angst hast.

Was fürchtest du, wenn du loslässt? Was denkst du wird passieren wenn du diese negative Erfahrung hinter dir lässt? Frage dich wirklich ob deine Ängste begründet sind, denn das sind sie in den meisten Fällen nicht.

Oft ist es schon soweit, dass die Erfahrungen die wir gemacht haben sich zu einem Teil unseres Selbstbildes entwickelt haben und wir damit angefangen haben uns darüber zu definieren. Dadurch können wir uns immer rechtfertigen und schützen, wenn mal etwas nicht so gut in unserem Leben läuft, denn wir leiden ja schließlich immer noch aufgrund der Vergangenheit. Wir finden dadurch sogar häufig Sympathie und Mitleid von anderen.

3. Überlege dir, welche positiven Folgen das Loslassen haben könnte.

Im Gegenzug denkst du jetzt an die positiven Dinge, die das Loslassen in deinem Fall mit sich bringen würden. Was gewinnst du alles dadurch, dass du loslässt?

Male dir wirklich mal aus, wie dein Leben in einem Jahr aussehen würde, wenn du diesen Ballast aus der Vergangenheit abwerfen würdest.

Wie fühlst du dich? Wie geht’s dir? Was machst du?

4. Entscheide dich loslassen zu wollen.

Das ist wohl der wichtigste Schritt.

Entscheide dich dafür das Vergangene nun schlussendlich ein für alle mal in der Vergangenheit zu lassen. Akzeptiere, dass es mal so war. Es geht nicht darum etwas zu verdrängen. Du erkennst an, dass die Dinge so gelaufen sind wie sie nun eben mal gelaufen sind, aber du entscheidest dich schlussendlich im Hier und Jetzt dazu, dass es dein Leben nicht mehr weiter beeinflussen wird. Denn von fängst du neu an und blickst in die Zukunft nach vorne.

5. Lerne zu akzeptieren.

Hier geht es einfach nochmal darum, dass du dich bewusst damit auseinandersetzt, dass es wirklich einmal so war. Akzeptiere auch, dass die Welt nicht immer zu 100% gerecht ist und man nicht immer auf einen Ausgleich hoffen kann. Auch andere Menschen verhalten sich nicht immer so, wie wir es von ihnen erwarten.

 

Erwarte nicht sofort, dass alles gleich gut ist. Das Loslassen ist ein längerer Prozess und geschieht nicht gleich von heute auf morgen. Sei geduldig, aber fälle die tief entschlossene Entscheidung von deiner Vergangenheit loslassen zu wollen.

 

Vergiss niemals dein Leben zu genießen!

Tobi

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